Akteure

Zuallererst sind Jugendliche selbst und Fachkräfte der Jugendarbeit die wichtigsten Akteure. Junge Menschen zwischen 15 und 30 sollen im Rahmen des Strukturierten Dialogs ihre Stimmen in die politischen Prozesse auf kommunaler, nationaler und europäischer Ebene miteinfließen lassen. An der Umsetzung arbeitet eine Koordinierungsstelle beim Deutschen Bundesjugendring. Mehr zu diesem Instrument findet sich in dem Abschnitt zum Strukturierten Dialog.

Alle in der Jugendarbeit tätigen Personen und Einrichtungen sind durch die Jugendstrategie aufgerufen, die vereinbarten Themen noch stärker in Projekte und die tägliche Arbeit einzubeziehen.

Gleichzeitig wird anerkannt, dass an vielen Orten der EU auf diesen Feldern selbstverständlich bereits kreative und erfolgreiche Jugendarbeit geleistet wird. Deshalb sind die Fachkräfte aufgerufen, an europaweit stattfindenden Fachveranstaltungen teilzunehmen und erprobtes Wissen weiterzugeben sowie selbst neue Methoden in die eigene Arbeit zu integrieren. Diese Peer Learning Prozesse sollen sicherstellen, dass erfolgreich erprobte Methoden und Projekte Nachahmerinnen an anderen Orten in der EU finden. Die Veranstaltungen werden im Normalfall gefördert, sodass die Kosten im Idealfall vollständig übernommen werden können. Über relevante Fachveranstaltungen wird u.a. dieses Portal aktuell informieren.

Die politisch-administrative Ebene

Die Jugendpolitik ist im föderalen System der Bundesrepublik Deutschland Angelegenheit der Bundesländer. Zur Umsetzung der EU-Jugendstrategie haben der Bund und die Länder deshalb eine Arbeitsgruppe gebildet, die sog. Bund-Länder-AG. Vertreterinnen der obersten Landesjugendbehörden sowie Repräsentanten des BMFSFJ koordinieren in diesem Gremium die deutschlandweite Umsetzung. Zusätzlich lässt sich das Bundesministerium durch einen Beirat aus Fachleuten beraten, den sog. „Beirat des Bundes“. Einen Einblick in dessen thematische Ausrichtung erlaubt ein Bericht von der letzten Beiratstagung im März 2012.

Die Obersten Landesjugendbehörden der Bundesländer Berlin und Brandenburg haben sich auf eine gemeinsame Umsetzung der EU-Jugendstrategie in den beiden Bundesländern verständigt. Zentrales Gremium ist eine Arbeitsgruppe, an der sich die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, das Landesjugendamt Brandenburg sowie die Landjugendringe Berlin und Brandenburg beteiligen.

Um die Ziele zu erreichen und die Strategie umzusetzen, haben die EU-Länder eine begleitende, wissenschaftliche Evaluation und eine intensivierte Jugendforschung vereinbart. In diesem Sinne begleitet das Deutsche Jugendinstitut (DJI) die Umsetzung wissenschaftlich (Projektbeschreibung des DJI).