BMFSFJ fördert innovative Projekte auf KJP-Grundlage

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ruft dazu auf, Interessensbekundungen für innovative Projekte der Kinder- und Jugendhilfe in der außerschulischen Jugendbildung und der Jugendsozialarbeit – darunter auch im Bereich der internationalen Jugendarbeit – bis zum 20. Februar 2014 einzureichen. Grundlage für die Finanzierung von Innovationsprojekten ist u.a. der Kinder- und Jugendplan des Bundes.

Logo. BMFSFJGemeinsam mit Partnern aus Kinder- und Jugendhilfe, Politik, Schule, Wirtschaft, Medien und Zivilgesellschaft und unter aktiver Beteiligung Jugendlicher hat das Bundesjugendministerium in der 17. Legislaturperiode die Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik gestartet.

Ziel des Prozesses ist die Etablierung eines ganzheitlichen Politikansatzes, eines neuen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leitbildes, das von der Jugend aus gedacht die Interessen und Belange junger Menschen bei allen Entscheidungen im Blick hat. Die Eigenständige Jugendpolitik soll die Potentiale und Chancen, die eine Gesellschaft mit einer starken Jugend erhält, sichtbar machen und zugleich das Ansehen Jugendlicher in der Gesellschaft aufwerten.

Im Rahmen des Kinder- und Jugendplanes (KJP) als dem bundespolitischen Förderinstrument in der Kinder- und Jugendhilfe sollen mit einem Innovationsfonds neue, jugendpolitische Herangehensweisen ab 2014 mit Hilfe von konkreten Projektförderungen weiter in die Fläche getragen und verstetigt werden. Hierdurch sollen Impulse für neue Wege in den Handlungsfeldern der Politischen Bildung, der Kulturellen Bildung, der Jugendverbandsarbeit, der Internationalen Jugendarbeit und in der Jugendsozialarbeit gesetzt werden.

Profil und Voraussetzungen

Sämtliche Projekte sind an den Grundsätzen der Eigenständigen Jugendpolitik auszurichten. Bei allen Projekten stehen die Interessen junger Menschen im Vordergrund:

  • Die Projekte sollen aus der Perspektive der Jugend und mit Jugendlichen gemeinsam geplant und durchgeführt werden.
  • Zu einem guten, partizipativen Ansatz gehört insbesondere, dass die Jugendlichen sehen, dass sie mit dem Projekt etwas nachhaltig verändern oder bewirken können.
  • Die unmittelbare Einflussnahme von Jugendlichen auf die Gestaltung ihrer Lebenswelt soll im Rahmen der Projekte unterstützt und befördert werden.
  • Alle Projekte binden neben Akteuren der Kinder- und Jugendhilfe weitere Gestaltungspartner aus Schule, Politik, Verwaltung, Wirtschaft bzw. Zivilgesellschaft aktiv mit ein.

Kriterien für die Förderung sind der fachliche Innovationsgehalt, die bundesweite Wirkung des Vorhabens und die Ausrichtung an den o.g. inhaltlichen Schwerpunkten. Berücksichtigt werden hierbei die Nachhaltigkeit des Projektes und Möglichkeiten der Fortsetzung/Nachnutzung der Konzeption nach Abschluss des Projektes.

Interessensbekundung im Bereich Internationale Jugendarbeit

Förderungswürdig in diesem Sinne sind bi- oder multilaterale Maßnahmen zur Entwicklung, Erprobung und Förderung von Konzepten der internationalen Jugendarbeit, die zur Anerkennung der internationalen Jugendarbeit als nicht formales Bildungsangebot und zur Profilierung nicht formalen und informellen Lernens beitragen. Ziele sind:

  • Angebote nicht formalen und informellen Lernens sichtbar zu machen z. B für Kooperationspartner aus dem Bereich der formalen Bildung;
  • neue Kooperationspartner zu finden zur breiten Anerkennung für die im internationalen Jugendaustausch erworbenen Kompetenzen z.B. Wirtschaft, Medien, Arbeitsagenturen
  • Beiträge zu leisten zum Ausgleich von Bildungsbenachteiligung, indem die Relevanz von nicht formalen und informellen Bildungsprozessen für junge Menschen mit individuellen Defiziten oder sozialen Benachteiligungen in der internationalen Jugendarbeit deutlich gemacht wird.

Die Förderhöhe pro Vorhaben liegt zwischen 10.000 und 80.000 Euro pro Jahr.

Die Interessenbekundung ist bis zum 20. Februar 2014 per Mail an innovationsfonds@bmfsfj.bund.de zu übermitteln!

Einzelheiten und Informationen zum Verfahren der Interessensbekundungen enthält das Infoblatt auf ijab.de (pdf). Interessensbekundungsformular mit Informationen zum Bereich Internationale Jugendarbeit stehen hier zum Download bereit (pdf).

Quelle: ijab.de (04.12.13)